Tierheim Kandelhof

Wie finanziert sich eigentlich ein Tierheim?

Veröffentlicht am 07.08.2018
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... oder anders: leben Tiere von Luft und Liebe?

 Immer wieder erleben wir es, dass Interessenten für Tiere zu uns kommen und ganz erstaunt darüber sind, dass bei der Vermittlung von unseren Tieren eine Gebühr erhoben wird.  Diese Gebühr dient zum einen dem Schutz der Tiere. Sie ist kein Kaufpreis im eigentlichen Sinn, sondern soll verdeutlichen, dass Tiere einen ideellen Wert haben und gleichzeitig verhindern, dass sich jemand ein Tier unüberlegt und spontan anschafft, ohne sich der Kosten bewusst zu sein, die im Laufe eines Tierlebens anfallen. Zum anderen müssen auch wir als Tierheim für eben diese Kosten aufkommen und die Vermittlungsgebühr hilft uns, zumindest einen kleinen Teil unserer Ausgaben für Unterbringung, Futter, medizinische Versorgung und die Pflege der Tiere generell zu decken.  Denn die Gebühr kommt natürlich auch den Tieren zugute, die schlechtere Vermittlungschancen haben, weil sie krank und/oder alt sind oder aber weil sie ein bisschen speziell sind, wie z. B. unsere Katzen-Wildlinge, und daher längere Zeit im Tierheim verbringen müssen.

Auf ähnliche Verwunderung stoßen wir mitunter, wenn jemand ein Tier im Tierheim abgeben möchte. Kürzlich zum Beispiel wollte ein Herr eine unbestimmte Anzahl an Katzen seines Vaters (es war die Rede von 5 bis 10 oder mehr! unkastrierten!, ungeimpften! Katzen) bei uns im Tierheim abgeben und reagierte mit absolutem Unverständnis als wir ihn auf die zu entrichtende Abgabegebühr hinwiesen. Abgesehen davon, dass wir bei der derzeit hohen Anzahl an vor allem scheuen und daher schwer vermittelbaren Katzen in unserem Tierheim nicht mal eben so 5 bis 10 erwachsene Katzen unterbringen können, leben die Tiere bei uns ja auch nicht von Luft und Liebe. Allein die Kastration würde 80 bis 100 EUR pro Kater/Katze kosten und da kommen dann noch die Kosten für Impfung, Parasitenbehandlung, Futter, Unterbringung und Pflege auf unbestimmte Zeit hinzu. Wir sind immer gerne bereit zu helfen und wir kommen Menschen, die in Not sind, auch bei der Höhe der Abgabegebühr entgegen. Aber dieses Anspruchsdenken nach dem Motto „macht mal, ihr Tierschützer – dafür seid ihr doch da“ verärgert uns schon ein wenig.

Wir haben für die Versorgung der Tiere doch auch nur das Geld, das uns liebe Menschen zukommen lassen. Denn wir sind keine staatliche oder kommunale Einrichtung, sondern finanzieren unser Tierheim in erster Linie über Spenden und Mitgliedsbeiträge, da die Vermittlungs- und Abgabegebühren selbst nur einen Bruchteil aller anfallenden laufenden Kosten (z. B. für Futter, Tierarzt, Tierpfleger, Strom, Wasser, Heizung, Versicherung etc.) decken.

 Wir bitten daher um Verständnis für die Erhebung dieser Gebühren und danken jedem Tierfreund, der uns mit seiner Spende unterstützt von ganzem Herzen.

Wer Näheres zum Thema Tierheimfinanzierung erfahren möchte und darüber, wie man uns unterstützen kann, der findet in diesem Beitrag weitere Infos:

 

(Zum Vergrößern bitte auf das jeweilige Bild klicken.)

 

Zuletzt geändert am: 07.08.2018 um 20:22

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