Tierheim Kandelhof

Tipps zur Ernährung, Pflege und Haltung von Hunden

 

 

 

 

 

  

 

 

Grundsätzliches
Natürlich kann man ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht.“
(Heinz Rühmann)
Hunde sind wundervolle Geschöpfe, sie werden nicht ohne Grund als der beste Freund des Menschen bezeichnet. Sie sind treu, anhänglich, intelligent und schon ein einziger liebevoller Blick aus ihren wunderschönen Augen ist Balsam für die Seele von uns Menschen. Auch gibt es nichts Schöneres, als gemeinsam mit Hund die Natur zu genießen, über Felder und Wiesen zu toben und anschließend gemeinsam auf dem Sofa zu entspannen. Kurz gesagt: Hunde machen einfach glücklich. Die Frage, die jeder (potentielle) Hundehalter sich stellen sollte ist: Kann auch ich meinen Hund glücklich machen?

Bereits bevor man sich für einen Hund als Haustier entscheidet, sollte man sich überlegen, ob man den Ansprüchen und Bedürfnissen eines Hundes gerecht werden kann, denn diese werden oft unterschätzt.

Zunächst einmal sollte Ihnen klar sein, dass ein Hund durchschnittlich 10 bis 16 Jahre alt werden kann und Sie für die gesamte Lebensspanne die Verantwortung für das Tier haben. Des Weiteren sollten Sie sich bewusst sein, dass die Haltung eines Hundes sehr zeitintensiv ist. Ein Hund braucht täglich mindestens 2 bis 3 Stunden Auslauf und zwar über den Tag verteilt und bei jedem Wetter. Über diese körperliche Beschäftigung hinaus will ein Hund aber auch geistig ausgelastet und gefordert werden. Allem voran braucht ein Hund Ihre Zuwendung – er möchte gestreichelt, bespaßt und mit abwechslungsreichen Spielen unterhalten werden. Der Hund ist ein Rudeltier und möchte zu Ihrer Familie dazugehören, d. h. so viel wie möglich in Ihrer Nähe sein und so wenig wie möglich allein gelassen werden. Grundsätzlich sollte ein Hund daher nicht länger als 5 bis 6 Stunden allein bleiben müssen.  

Darüber hinaus kostet ein Hund natürlich Geld. Dabei sollten einmalige Ausgaben für die Erstausstattung (Hundebett, Leine, Halsband, Brustgeschirr, Wassernapf, Fressnapf, Bürste/Kamm für Fellpflege) wie auch regelmäßige Kosten (z. B. für Futter, Spielzeug und anderes Tierzubehör, Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, routinemäßige Tierarztbesuche) berücksichtigt werden. Hinzu kommen ggf. außerplanmäßige Tierarztkosten aufgrund einer Erkrankung, Verletzung oder eines Unfalls des Hundes.

Wenn Sie sich für einen Hund als Haustier entschieden haben, können wir Ihnen nur gratulieren. Denn kaum jemand, der einmal mit einem Hund zusammengelebt hat, wird dieses Zusammenleben, die sich daraus ergebende Beziehung und Bindung je wieder missen wollen.

Die oben genannten Ausführungen sind nur ein paar grundsätzliche Informationen unsererseits zur Hundehaltung allgemein. Wir empfehlen Ihnen, sich darüber hinaus noch umfassend in der Fachliteratur und im Internet schlau zu machen. 

Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.
Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben.
Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.“
(Roger Caras)

Ernährung

Die meisten und vor allem nicht wieder zu korrigierenden Fehler werden wohl bei der Aufzucht junger Hunde gemacht. Aber auch erwachsenen Tieren wird nicht immer das Futter geboten, das ihnen ihrer Raubtier-Abstammung nach dienlich wäre. Der Hund sollte keinesfalls als Resteverwerter dienen und nur mit Essensresten oder Abfällen gefüttert werden.

Mit dem Wolf als Urahn ist der Hund kein reiner Fleischfresser (denn Wölfe nehmen auch den meist pflanzlichen Mageninhalt des Beutetieres mit auf), tierisches Eiweiß ist aber Hauptbestandteil der Nahrung.
Bei der Herstellung von Hundefutter ist es wichtig, dass alle benötigten Nährstoffe in ausreichender Menge und im richtigen Verhältnis zueinander vorhanden sind, um eine ausreichende Energieversorgung sicher zu stellen und Mangelerscheinungen zu verhindern. Das im Handel angebotene Nass- oder Trockenfutter erfüllt diese Kriterien. Mit Fisch bringt man Abwechslung in den Futterplan. Gemüsearten, die gerne gefüttert werden dürfen, sind z. B. Zucchini, Gurken, Möhren, Spinat, Sellerie und Petersilie.

Nicht gefüttert werden dürfen insbesondere: rohes Schweinefleisch, Weintrauben/Rosinen, Schokolade/Kakao, Zwiebeln, Knoblauch, Avocados, Obstkerne, den Süßstoff Xylit (Birkenzucker!) enthaltende Lebensmittel, Nüsse, rohe Bohnen. Frisches Wasser, das besonders an heißen Tagen des Öfteren zu erneuern ist, muss dem Hund ständig in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

Pflege

Zur Pflege des Hundes gehören die Fellpflege (je nach Fellbeschaffenheit mehr oder weniger oft), das Kontrollieren auf mögliche äußere und innere Parasiten und ihre sofortige Bekämpfung sowie die Augen-, Ohren- und Krallen- Pflege. Gegebenenfalls kommt die Zahnpflege hinzu. Die Liegeplätze des Hundes sollten stets sauber gehalten werden. Gebadet werden sollte der Hund nur in Ausnahmefällen; zu häufiges Baden kann für Fell und Haut des Hundes sogar schädlich sein. Tierarztbesuche zum Impfen, zur Vorsorge/Behandlung von Parasitenbefall oder bei allen auffälligen Veränderungen, die auf eine Erkrankung schließen lassen, gehören ebenfalls zur Pflege des Hundes.

Erziehung

Damit die Erziehung Ihres Vierbeiners ein Erfolg wird, ist es wichtig, von Anfang an bestimmte Regeln zu beachten. Diese erleichtern dem Hund das Lernen und helfen ihm zu erkennen, wo in der Familie sein Platz ist.
Das A und O dabei sind Liebe, Geduld und Konsequenz. Letzteres ist eine der wichtigsten Regeln in der Hunde-Erziehung. Alle Familienmitglieder müssen sich darüber einig sein, was der Hund darf und was nicht.
Nur eine Person sollte den Hund erziehen – ein Erwachsener sollte anfangs regelmäßig mit dem Hund üben. Später können auch andere Familienmitglieder mit dem Hund üben, die Kommandos sollten aber einheitlich sein.
Kommandos gibt man immer in einem festen bestimmten Ton; besondere Strenge oder Lautstärke ist dabei weder erforderlich noch zielführend.
Ganz wichtig ist es, den Hund zu loben, ihn positiv zu bestärken, wenn er etwas richtig gemacht hat. Dabei ist auf den zeitlichen Zusammenhang zu achten – das Lob sollte stets unmittelbar nach dem gewünschten Verhalten erfolgen. Eine Bestrafung sollte ebenfalls zeitlich unmittelbar zum unerwünschten Verhalten und in angemessener Art und Weise erfolgen; sie darf für den Hund keinesfalls mit Schmerzen verbunden sein!